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Hier finden Sie News rund um den Branchentag Windenergie NRW

Bild-Urheberrecht: MWIDE NRW/Foto: R. Pfeil.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung
und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

GRUSSWORT DES SCHIRMHERRN

Der diesjährige Branchentag der Windenergie in Nordrhein-Westfalen hat ein perfektes Timing: Wir haben unseren energiepolitischen Neustart ambitioniert und tatkräftig auf den Weg gebracht. Ziel der Landesregierung ist, den Windenergieausbau in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig und verlässlich zu gestalten. Dabei wollen wir die Akzeptanz der Bevölkerung für die Windenergie als wesentlichen Baustein der Energiewende erhalten. Wir werden uns zukünftig noch mehr auf unsere Stärken als führendes Energie- und Industrieland fokussieren. Nordrhein-Westfalen ist national und international als „Zuliefererland Nummer eins“ für die Onshore- und Offshore- Windindustrie etabliert. Insbesondere in der Antriebstechnik besitzen die nordrhein-westfälischen Unternehmen eine hohe Kompetenz. Die Herstellerbranche hierzulande ist geprägt durch mittelständische Betriebe, die sich in langjähriger Tradition spezialisiert haben und auf einen großen Erfahrungsschatz verweisen können. Die Windenergiebranche in Nordrhein-Westfalen erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette: Es agieren Forschungsinstitutionen, Komponentenhersteller, Projektierer und Service Unternehmen in der Anlagenwartung und Stromvermarktung. Dennoch muss sich die Branche, wie jede andere, weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Digitalisierung bietet hier enorme Chancen, Innovationen zu entwickeln. Sie ist der Schlüssel für den technologischen Fortschritt. Informations- und Kommunikationstechnologien sind für den Betrieb und die Steuerung von Windenergieanlagen nicht nur ein wichtiges, effizienzsteigerndes Instrument. Mit der Verarbeitung der Daten können auch Informationen gewonnen werden, die zu neuen Erkenntnissen und technologischen Innovationen führen. Vor allem aber liegen in der Digitalisierung zukunftsfähige Lösungen für die Dezentralisierung, Flexibilisierung sowie Systemstabilität und Versorgungssicherheit. Damit ist sie entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Der 10. Branchentag Windenergie leistet mit seinen Vorträgen und Diskussionen einen wichtigen Beitrag für den Wissens- und Informationstransfer in der Windenergiebranche. Ich wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine spannende und erfolgreiche Veranstaltung.

12.06.2018

ERÖFFNUNGSREDE DES 10. BRANCHENTAGS WINDENERGIE NRW

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Es tut sich was! Zumindest laut dieser Aussage aus dem Tagesspiegel Energie und Klima Background vom 5. Juni. Ich zitiere: „Rollentausch in der Energiepolitik: Die Unternehmen in Deutschland haben einen Energiewende-Plan. Klar, nicht einen, sondern viele verschiedene. Die Bandbreite von der Stiftung 2 Grad bis zur Wirtschaftsvereinigung Metalle ist groß. Aber es geht konstruktiv zu. Am Montag, 4. Juni, war dies wieder bei einem Workshop des BDI zu besichtigen. Diskutiert wurde dort über dessen große Energiewende-Studie „Klimapfade für Deutschland“ und den Strommarkt. Ein Eindruck verfestigte sich aber dort: Die Wirtschaft hat ihre Karten gut sortiert auf den Tisch gelegt. Und die Politik? Die hat keinen Plan. Die Karten passen nicht zusammen. Symptomatisch ist das Hick-Hack um die Kohlekommission. Die Orientierungslosigkeit reicht aber noch weit tiefer. Beim BDI musste auf offener Bühne NRWs FDP-Wirtschaftsminister Pinkwart einen Beamten des Bundeswirtschaftsministeriums vergeblich drängen, Klarheit darüber zu schaffen, ob nun das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden solle oder nicht. Man sieht förmlich das Kopfschütteln in der Redaktion des Tagesspiegel, in dem es weiter heißt: Absurde Zeiten. Eine mögliche Erklärung: Die Investitionszyklen in der Wirtschaft sind lang, häufig länger als 20 Jahre. Kursänderungen, wie in der Anfangsphase der Energiewende, fallen schwer. Aber wenn das Ruder einmal umgelegt ist, bleibt es in Position. In der Politik dagegen regiert der Vierjahreszyklus.“ Ich glaube, diesem Zitat aus dem bleibt zunächst einmal nichts hinzuzufügen – wenn es nicht so traurig wäre! Und dies bei einem langfristigen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Großprojekt von enormer Tragweite, wie es in der Einleitung der Studie heißt, die von der Boston Consulting Group und Prognos gemeinsam im Auftrag des BDI erstellt wurde. Dem ist auch nichts hinzuzufügen. 200 Experten aus rd. 70 Unternehmen und Verbänden waren daran beteiligt. Eine Studie mit erheblichem Potential ebenso wie die „dena-Leitstudie Integrierte Energiewende“. Daran haben 60 weitere Unternehmen und Verbände mitgearbeitet. Mehrere Monate, teilweise bis zu anderthalb Jahre, waren die Experten aus der Wirtschaft engagiert, um ein wirtschaftlich und technologisch tragfähiges Konzept für die Energiewende zu erarbeiten. Mit dem Ergebnis, ich zitiere noch einmal in Kurzform: Die Unternehmen in Deutschland haben einen Energiewende-Plan, und die Politik, die hat keinen! Ich darf Sie alle sehr herzlich zum 10. Branchentag Windenergie NRW begrüßen, der wieder mal in sehr bewegten Zeiten stattfindet. Die derzeitige Lage beschreibt ein Artikel so: „Die Rechtslage ist windig und hat in den vergangenen Jahren für reichlich Wirbel zwischen Kommunalpolitik, Investoren und Bürgerinitiativen gesorgt. Deshalb hat so manche Kommune in Land Nordrhein-Westfalen, aber nicht nur hier, die Planung von Windenergie-Konzentrationszonen auf Eis gelegt.“ Mit Konsequenzen für den weiteren Ausbau der Onshore-Windenergie in den kommenden Jahren, wie die ersten vier Monate dieses Jahres bereits zeigen. Denn Ende April wiesen die Registerdaten, veröffentlicht von der Fachagentur für Windenergie an Land, zwar bundesweit 1.400 genehmigte Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von gut 4,3 GW aus. Aber nur 131 Genehmigungen wurden davon in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 erteilt, davon 20 in Nordrhein-Westfalen. 20? Jawohl, hört, hört! Wohlgemerkt ganze 20! Wohlmeinende Stimmen ordnen diese Zahlen nicht vorauseilendem Gehorsam zu, sondern verweisen als Grund auf die Genehmigungsflut vor Inkrafttreten der Ausschreibungsregelung. So schnell könnten die Absichtserklärungen auch keine Konsequenzen haben, da es sich bei den Flächennutzungsplänen um langwierige bzw. langjährige Verfahren handele. Ob es daran liegt, wie ein Lokaljournalist in Hagen vermutet, dass Verwal-tungen bzw. Stadträte in vorauseilendem Gehorsam Beschlüsse fassen, die sich auf die Absichtserklärung der Landesregierung stützen, die Abstände von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung so drastisch zu erhöhen, dass kaum noch Anlagen möglich sein dürften? Denkbar! Aber diese Ideen sind noch lange kein Gesetz. Und unklar ist, ob ein solches überhaupt kompatibel zu Bundesrecht wäre. Was man aus meiner Sicht derzeit verneinen kann, so lange die Privilegierung der Windenergienutzung in Außenbereich nach Baugesetzbuch gilt. Aber dennoch: Auch das schürt Unsicherheit auf Jahre hinaus, wohin man blickt. Und dabei ist der Weg eigentlich klar. Mitte Mai habe ich die Eröffnungs-sequenz der Windforce in Bremen moderiert, die unter dem Titel stand: „Der Energiemix im Jahr 2035.“ Eigentlich war sehr schnell unter den Pa-nelisten sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar, dass erneuerbare Energien Vorfahrt haben und, in diesem Fall in Bremerhaven lag der Schwerpunkt auf der Offshore-Windenergie alles getan werden muss, um die Ziele der Energiewende, der Klima-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik erreichen zu können. Sehr schnell wendeten sich die Redebeiträge aber einer Frage zu, die seit Jahren in der Branche diskutiert wird: Wie können wir kommunizieren und Bürgerinitiativen, die aus unterschiedlichsten Gründen gegen die Nutzung von Windenergie emotionalisieren bzw. in wenigen Fällen auch argumentieren, wirkungsvoll gegenübertreten bzw. ihre Begründungen entkräften? Ich glaube, es fängt damit an, dass wir nicht nur sinnvolle und belegbare Antworten liefern, sondern auch damit beginnen, Fragestellungen zu hinterfragen. Denn viele kommen als besorgte Fragen daher, geben aber bereits eine Denkrichtung vor. Sie liefern sozusagen die Interpretation gleich mit! Einige Beispiele? Können wir mit Erneuerbaren Energien überhaupt sicherstellen, dass Deutschland, seine Bürger und Bürgerinnen sowie seine Wirtschaft zuverlässig mit Energie versorgt werden. Wie unsicher wird die Stromversorgung in Deutschland zukünftig sein? Können wir den Strom überhaupt noch bezahlen? Sie merken, was diese Suggestivfragen selbst bei Ihnen auslösen – das Gefühl einer gewissen Unsicherheit. Genau an diesem Punkt sollten wir für die Zukunft ansetzen: faktentreu emotionalisieren und damit wirkungsvoll kommunizieren. Emotionen sind das Bindeglied zwischen den Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche und den Bürgerinnen und Bürgern. Finanzielle Beteiligung an Projekten ist das eine, ein gutes Bauchgefühl das andere. „Denn es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen.“ (Epiktet) Deutschland kann bisher auf eine im Normalfall sichere Versorgung mit Strom und Wärme setzen – die energetische Hängematte sozusagen. Diese zu verlassen, um den Weg zu einer neuen, schöneren anzutreten, kostet Überwindung! Was kommt auf uns zu? Aufbruch in ein unbekanntes Land mit erheblichen Unsicherheiten. Gegen die man sich nicht versichern kann! Unmöglich für unser Land, in dem die Menschen versicherungsgläubig sind und in dem man weder Politik noch Energiewirtschaft traut. Nur auf Sachinformationen zu setzen reicht deshalb in diesem Fall nicht, wir müssen die Menschen mitnehmen und dazu vieles in Bewegung set-zen. Und auch bei vielem ansetzen, was unsere Gesellschaft auch aus-macht. Und zwar positiv kritisch besetzt. Technologie Umbrüche wie die Energiewende in einer Gesellschaft wie der unseren erfolgreich umzusetzen bedeutet auch, dessen müssen wir uns bewusst sein, dass sich Musik, Theater, Kunst, Philosophie damit auseinandersetzen müssen. Vielleicht ist der Vergleich mit der Zeit der Aufklärung und der Aufarbeitung der bahnbrechenden Gedanken beispielsweise durch Schiller und Goethe in ihren Werken sehr weit, vielleicht zu weit hergeholt. Macht aber vielleicht sehr deutlich, was ich meine: Dies geschieht noch nicht oder nur in sehr geringem Maße bei der Energiewende, obwohl auch sie unsere Gesellschaft nach meiner Meinung massiv verändern wird. Die Bedeutsamkeit dieser Auseinandersetzung jenseits der Antworten auf die Fragen nach der technischen Umsetzung scheint vielen auch noch gar nicht bewusst zu sein, wie eine kleine Begebenheit am Rande eines Kabarettabends mit Jürgen Becker in Korschenbroich aus der vergangenen Woche zeigt: Angesprochen auf die Frage, warum Kabarett die Energiewende so wenig thematisiere, gab er zwei Antworten: Sie ist sehr technisch und außerdem sei er der Überzeugung, dass das Kabarettpublikum die Energiewende sowieso befürworte. Lassen Sie uns mit dafür sorgen, dass viel mehr gelacht wird in unserer Branche und weniger griesgrämig über die Folgen und die Gefahren diskutiert wird. Einen kleinen Ansatz dazu werden wir hoffentlich heute Abend erleben. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf. Der zweite Ansatz, der mir in der Eröffnungsdiskussion der Windforce einmal mehr bewusst wurde und klar wurde und der bezeichnenderweise vom grünen Bremer Umweltsenator Dr. Joachim Lohse ins Spiel gebracht wurde: Er schlug vor, den klimapolitischen Ansatz in der Argumentationskette sehr viel stärker in einen industriepolitischen zu ändern mit der Konsequenz, dass der Bürgerschaft mehr als bisher deutlich wird, wie viele Arbeitsplätze bereits heute von der gesamten Erneuerbaren Energien-Wirtschaft abhängen und zweitens die politischen Parteien endlich einmal einsehen, welche Potenziale die erneuerbare Energien industriepolitisch und wirtschaftlich bergen. Deutschland hat die Energiewende erfunden, und die ganze Welt schaut auf uns als Vorbild. Sie und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen erfahren dies immer wieder bei Ihren Geschäftskontakten im Ausland. Nur unsere Politiker schauen ob solcher Aussagen manchmal eher verständnislos. Zeit, das sich auch diesbezüglich was dreht. Gesellschaftspolitik ist ein Faktor, Industriepolitik der zweite, doch auch wenn diese entschlossen und zielführend umgesetzt werden, bleiben Bereiche, die auch dringend, für die breite Öffentlichkeit wahrnehmbar, übergreifend angegangen werden müssen: Einer betrifft den gesamten gesetzlichen und regulatorischen Rahmen. Fast alle Prozesse in der Ener-giewirtschaft müssen neu geregelt bzw. nachjustiert werden, um die Umstellung der Energieversorgung bei Strom, Wärme und Verkehr von konventionellen Energiequellen auf regenerative erfolgreich zu organisieren. Es ist notwendig, über juristische Fortbildungsveranstaltungen und Semi-nare, so wichtig diese sind, hinaus, den Blick auf das große Ganze zu wer-fen und die Kompetenzen unterschiedlichster juristischer Disziplinen, jeweils an den zu lösenden Sachverhalten orientiert, miteinander zu verzahnen. Auf diese Weise muss ein ganzheitlicher, juristischer Ansatz für die mit der Energiegewinnung und der Energiewende verbundenen Sach- und Rechtsthemen realisiert werden. Dieser Handlungsansatz ist zwingend erforderlich, um die Energiewende zum Erfolg zu führen. Somit wird für den gesamten Rechtsrahmen der Energiewende angestrebt, was z.B. auch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) auf ihrer Homepage fordert: „Das Strom- und Energiesystem benötigt einen eigenen Ordnungsrahmen, der das derzeitige Chaos neu ordnet.“ Es freut uns sehr, dass wir mit den Kanzleien Görg, Kapellmann, Maslaton, Chatham sowie dem Institut der deutschen Wirtschaft bereits für unser neues Kongressformat DejurEE am 9./10. Oktober Partner gefunden haben, die den juristischen Teil der Veranstaltung hervorragend abdecken. Gesucht werden jetzt die Praktiker aus den Unternehmen der Wertschöpfungskette Energie „Erzeugungsanlagen – Speicher – Netze – Handel – Digitalisierung“, die die jeweils aktuelle Situation bei Strom, Wärme und Verkehr analysieren, um darauf aufbauend zu definieren, wohin sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen entwickeln müssen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich daran auch so aktiv beteiligen wie seit zehn Jahren an diesem Branchentag Windenergie NRW. An dieser Stelle darf ich mich sehr herzlich bei allen Ausstellern dafür bedanken, dass Sie einen adäquaten Rahmen für die Besucherinnen und Besucher schaffen, in dem sie über die Vorträge und Workshops hinaus ihre Themen diskutieren können. Bereits jetzt herzlichen Dank an alle Referentinnen und Referenten, die ihre Expertise in diesen 10. Branchentag einbringen. Und natürlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch wenn wir in „windigen“ Zeiten leben, unterstreicht Ihre große Zahl die Bedeutsamkeit der Windenergie für die Zukunft. Ganz besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle zwei Partner, die uns seit zehn Jahren die Stange halten: Die EnergieAgentur.NRW sowie windtest grevenbroich. Herzlichen Dank für die freundschaftliche und fachliche Begleitung, das immer offene Ohr bei Fragen rd. um Unternehmen, Technologie und Zukunftsthemen. Es hat immer einen Riesenspaß gemacht, mit Euch gemeinsam dem Wachstumsmarkt Windenergie hin und wieder Impulse geben zu können. Die BDI-Studie konstatiert, dass das Weltmarktpotenzial der wichtigsten Klimatechnologien bis zum Jahr 2030 auf ein bis zwei Billionen pro Jahr wachsen wird. Deutschland und NRW als Zuliefererland Nr. 1 der Wind-energie können der Leitmarkt für innovative, ressourceneffiziente Technologien sein, denn das Rennen um die globale Marktführerschaft ist noch offen. Eine gezielte Industrie-, Struktur- und Gesellschaftspolitik, die bewusst und koordiniert, orientiert am Gemeinwohl und nicht an Einzelinteressen, gestaltet wird, ist dringend vonnöten, denn die Windenergie und die anderen erneuerbaren Energieträger gehören zu einer Wachstumsbranche. Sie gilt es zu stärken! Dafür müssen wir uns stark gemeinsam machen.

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Lorenz Kommunikation
Klaus Lorenz
Telefon: 02182-57878-10
E-Mail: k.lorenz@lorenz-kommunikation.de

08.06.2018

DIE AUSSCHREIBUNG IN DER WINDKRAFT UND IHRE FOLGEN

Gewollt hat sie in der Windbranche hierzulande kaum jemand, seit Frühjahr vergangenen Jahres sind sie Realität: die Ausschreibungen. Haben mehr als 25 Jahre politisch festgelegte Fixpreisvergütungen die Förderung der Windenergie bestimmt, so geschieht das neuerdings auf Basis von Auktionen. Bei diesen Bieterrunden erhalten, vereinfacht ausgedrückt, die preiswertesten Gebote den Zuschlag. Bei der Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen der Bundesnetzagentur Ende Mai lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel die von der Bonner Behörde organisierten Ausschreibungen bei den erneuerbaren Energien als „Meilenstein“, weil sich dadurch die „Kosteneffizienz deutlich verbessert“ habe. In der Tat sank das Förderniveau von gut 9 Cent pro Kilowattstunde Ende 2016 auf weniger als 4 Cent bei einer der Bieterrunden im vergangenen Jahr. Das dürfte in einigen Jahren, sofern die bei diesen Auktionen erfolgreichen Windkraftprojekte wirklich gebaut werden, dem EEG-Konto zu Gute kommen und damit letztendlich den Stromverbrauchern. Was sich vordergründing von der Politik gut verkaufen lässt – frei nach dem Motto „Die Kosten für die erneuerbare Energien sind deutlich gesunken und haben das auf dem Strommarkt übliche Preisniveau erreicht.“ In der Praxis haben die Ausschreibungen das Alltagsgeschäft in der Windbranche durchaus verändert, so auch in der Bankenwelt: „Die Finanzierung von Windparks ist im Vergleich zu früheren EEG-Novellen komplexer und aufwendiger geworden“, resümiert Wilfried Weber, der als Teamleiter bei der DZ Bank in Düsseldorf schwerpunktmäßig Windparks in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz finanziert. Beispielsweise nimmt die DZ Bank nun die Windturbinenhersteller stärker unter die Lupe: „Es bleibt nicht ohne Konsequenzen, dass das Ausschreibungsverfahren bisher bei den Herstellern zu einem Run auf die beste, günstigste Anlage der neuen Generationen stattfindet“, sagt Weber. Diese Entwicklung habe mittelfristig Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragsentwicklung der Unternehmen. Das erhöht das Sekundärrisiko für finanzierende Banken, „da die Windturbinenhersteller in der Bauphase und als Wartungsunternehmen wichtige Partner während der Finanzierungslaufzeit sind.“ Nicht das einzige Risiko: „Mit den Ausschreibungen gibt es eine Tendenz zu längeren Laufzeiten, mehr Klagerisiken und auch weniger Vollwartungsverträge, was wir bei uns Kreditverhandlungen berücksichtigen müssen.“ Das neue Ausschreibungsdesign hat aber auch zu erfreulichen Entwicklungen geführt: „Wir sehen, dass die Qualität der Windgutachten zugenommen hat“, sagt Weber, „davon profitieren Betreiber und Investoren gleichermaßen.“ Für den weiteren Ausbau der Windenergie setzt nicht nur Weber auf die Verlässlichkeit der Politik. „Wir müssen aus der letzten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Fehler korrigieren, die beim Ausschreibungsdesign gemacht worden sind“, sagt Thoralf Herbold, auf Energierecht spezialisierte Partner der Rechtsanwaltskanzlei GÖRG. Im Fokus stehen für ihn einige Privilegien für Bürgerenergiegesellschaften. So entfielen bei den Bieterrunden im vergangenen Jahr fast alle Zuschläge auf Bürgerenergiegesellschaften. Diese genossen das Privileg, ohne Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz an den Auktionen teilnehmen zu können. Dies führte dazu, dass die Regelungen für die Bürgerenergiegesellschaften auch von Projektentwicklern „zweckentfremdet“ worden sind und der eigentliche Gesetzeszweck damit verfehlt wurde. „Wir brauchen bei den Auktionen daher wieder Chancengleichheit für alle Bieter“, sagt Herbold, der dafür plädiert, dass für alle Teilnehmer an den Auktionen für ihr Windprojekte eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorweisen müssen. „Gleichzeitig brauchen wir auch Regelungen, wie echte, von Bürgern getragene Initiative eine Chance bekommen, auch erfolgreich an den Ausschreibungen teilzunehmen.“ Was wichtig wäre für die weitere Akzeptanz und den Erfolg der Energiewende. Die Regierungsfraktionen in Berlin arbeiten an einer ersten, kleineren EEG-Reparaturnovelle, die bis vor Beginn des 10. Branchentages Windenergie NRW vorliegen soll. Wenn es dazu kommt, wäre für viel Gesprächsstoff gesorgt.

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01.06.2018

SEKTORKOPPLUNG WIND-WASSERSTOFF

Wenn es Wasserstoff nicht gäbe, müsste man ihn dringend erfinden. Kein anderes Medium bietet so universelle Anwendungsmöglichkeiten: Wasserstoff ist als Energieträger in der Strom- und Wärmeerzeugung ebenso einsetzbar wie für Mobilitätszwecke; dabei ist er nahezu verlustfrei speicherbar, kann die regenerative Energie-Erzeugung und den Energieverbrauch zeitlich entkoppeln, ist bezüglich der gespeicherten Energiemenge für die jeweiligen Anwendungszwecke frei skalierbar und kann in bestehende Energie-Infrastrukturen eingebunden werden. Zudem ist er ein wichtiger Rohstoff in der chemischen Industrie. Wäre da nicht die Frage der technischen Umsetzung all dieser Anwendungen …Insbesondere im Verkehrssektor besitzt erneuerbar erzeugter Wasserstoff ein großes Dekarbonisierungspotenzial und zwar insbesondere immer dann, wenn direkt-elektrische Lösungen schwer realisierbar oder ineffizient sind: wenn also beispielsweise schwere Lasten über weite Wege transportiert werden müssen, wenn hohe Reichweiten bei großer täglicher Kilometerleistung benötigt werden etc. Auf dem Branchentag Windenergie NRW zeigt GP JOULE anhand eines Pilotprojektes in Nordfriesland, wie aus Windstrom Wasserstoff als Basis für Mobilität, Wärmeversorgung und erneute Verstromung werden kann und dass Wasserstoff-Mobilitätskonzepte bereits heute technisch machbar und klima- sowie energiepolitisch sinnvoll sowie perspektivisch zunehmend wirtschaftlich sind. Den Einsatz der Wasserstoff-Technologie im Verkehrssektor untersucht auch Dr. Bernd Pitschak von der Hydrogenics GmbH. Dabei liegen seine Schwerpunkte auf der technischen Umsetzbarkeit und Reife der Technologie sowie auf einer wirtschaftlichen Analyse der Wasserstoff-Erzeugungskosten. Für diese Analyse werden die Kosten von erneuerbarem Wasserstoff aus Elektrolyseanlagen den heute üblichen Energiekosten im konventionellen Bereich gegenübergestellt. Alexander Schadowski, Projektmanager bei der Linde AG, stellt schließlich den Entwicklungsstand des EnergiePark Mainz vor, der sich inzwischen im Regelbetrieb befindet. Wesentliche Elemente seines Vortrags werden die technische Umsetzung der Power-to-Gas-Anlage (PtG) in Kombination mit einer GH2 Trailer-Abfüllung und ihre Wirtschaftlichkeit sein.

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31.05.2018

DIE NEUE SG 4.2-145 INTEGRIERTE LÖSUNGEN FÜR SCHWACHWINDREGIONEN

Seit der Zusammenführung von Siemens Wind Power mit Gamesas Offshore-Sparte vor einem Jahr verfolgt Siemens Gamesa Renewable Energy den Umbau des Portfolios mit jeweils einer Plattform für Offshore- und Onshore-Windenergieanlagen. Im November 2017 hatte das Unternehmen mit der Getriebeanlage SG 4.2-145 bereits das erste Modell der neuen Siemens Gamesa 4.X-Anlagenfamilie für Windenergieanlagen (WEA) an Land vorgestellt. Die WEA war mit einer Nennleistung von 4,2 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 145 m auf Standorte mit mittleren Windgeschwindigkeiten ausgelegt. Jetzt wird Produktmanager Moritz Rodenhausen auf den Branchentagen Windenergie NRW am 13. Juni in Düsseldorf erstmals das zweite Modell der neuen Produktfamilie vorstellen: Die SG 4.5-155 wird der neue Standard der Unternehmens für Schwachwind-Standorte. Auch für diese Anlage gibt es eine Reihe technischer Lösungen, die eine maximale Flexibilität der WEA und eine optimierte Anpassung an spezifische Standorterfordernisse erlauben. Die neue Anlage verspricht mit 4,5 Megawatt Nennleistung und 155 m Rotordurchmesser hohe Erträge auch an Schwachwind-Standorten – nicht ganz unwichtig unter den Bedingungen des Ausschreibungsverfahrens. Mit Senior Technical Sales Manager Birol Yosul wird ein kompetenter Ansprechpartner zudem das Konzept der neuen Produktfamilie und das Produktportfolio vorstellen. Doch auch Service-Aspekte gewinnen für Betreiber zunehmend an Bedeutung. Anlagenhersteller wie Siemens Gamesa stellen sich darauf ein und entwickeln auch hierzu neue Angebote. Maik Voigtlaender, Sales Director bei Siemens Gamesa, stellt auf dem Branchentag Windenergie NRW das Modulare Serviceeinsatz-Konzept des Herstellers vor, das nicht nur flexibel wählbare Service-Vertragsumfänge beinhaltet, sondern auch technische und energetische Verfügbarkeitsmodelle ermöglicht. Neben der Qualität der WEA selbst und einer optimierten Instandhaltung stellt die Vermarktung des erzeugten Windstroms künftig die dritte Säule eines erfolgreichen Betriebs dar. Während die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschlands eine Vermarktung außerhalb des EEG-Rahmens noch schwierig machen, existieren im Ausland bereits erfolgreiche konkrete Beispiele. Insbesondere in Kombination mit Solarparks und/oder Speichern können Windparks über eine reduziert-volatile Stromlieferung wie auch über zusätzliche Netzdienstleistungen wirtschaftlich attraktive Lösungen ermöglichen. Konkrete Beispiele und eine ökonomische Fallstudie dazu wird Philipp Quante, Portfolio Performance Manager für Onshore-Windturbinen bei Siemens Wind Power , auf dem Branchentag Windenergie NRW vorstellen.

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29.05.2018

WINDBRANCHE VOR GROSSER RÜCKBAUWELLE

Seit der Zusammenführung von Siemens Wind Power mit Gamesas Offshore-Sparte vor einem Jahr verfolgt Siemens Gamesa Renewable Energy den Umbau des Portfolios mit jeweils einer Plattform für Offshore- und Onshore-Windenergieanlagen. Im November 2017 hatte das Unternehmen mit der Getriebeanlage SG 4.2-145 bereits das erste Modell der neuen Siemens Gamesa 4.X-Anlagenfamilie für Windenergieanlagen (WEA) an Land vorgestellt. Die WEA war mit einer Nennleistung von 4,2 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 145 m auf Standorte mit mittleren Windgeschwindigkeiten ausgelegt. Jetzt wird Produktmanager Moritz Rodenhausen auf den Branchentagen Windenergie NRW am 13. Juni in Düsseldorf erstmals das zweite Modell der neuen Produktfamilie vorstellen: Die SG 4.5-155 wird der neue Standard der Unternehmens für Schwachwind-Standorte. Auch für diese Anlage gibt es eine Reihe technischer Lösungen, die eine maximale Flexibilität der WEA und eine optimierte Anpassung an spezifische Standorterfordernisse erlauben. Die neue Anlage verspricht mit 4,5 Megawatt Nennleistung und 155 m Rotordurchmesser hohe Erträge auch an Schwachwind-Standorten – nicht ganz unwichtig unter den Bedingungen des Ausschreibungsverfahrens. Mit Senior Technical Sales Manager Birol Yosul wird ein kompetenter Ansprechpartner zudem das Konzept der neuen Produktfamilie und das Produktportfolio vorstellen. Doch auch Service-Aspekte gewinnen für Betreiber zunehmend an Bedeutung. Anlagenhersteller wie Siemens Gamesa stellen sich darauf ein und entwickeln auch hierzu neue Angebote. Maik Voigtlaender, Sales Director bei Siemens Gamesa, stellt auf dem Branchentag Windenergie NRW das Modulare Serviceeinsatz-Konzept des Herstellers vor, das nicht nur flexibel wählbare Service-Vertragsumfänge beinhaltet, sondern auch technische und energetische Verfügbarkeitsmodelle ermöglicht. Neben der Qualität der WEA selbst und einer optimierten Instandhaltung stellt die Vermarktung des erzeugten Windstroms künftig die dritte Säule eines erfolgreichen Betriebs dar. Während die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschlands eine Vermarktung außerhalb des EEG-Rahmens noch schwierig machen, existieren im Ausland bereits erfolgreiche konkrete Beispiele. Insbesondere in Kombination mit Solarparks und/oder Speichern können Windparks über eine reduziert-volatile Stromlieferung wie auch über zusätzliche Netzdienstleistungen wirtschaftlich attraktive Lösungen ermöglichen. Konkrete Beispiele und eine ökonomische Fallstudie dazu wird Philipp Quante, Portfolio Performance Manager für Onshore-Windturbinen bei Siemens Wind Power , auf dem Branchentag Windenergie NRW vorstellen.

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28.05.2018

METHODIK DER SCHALLPROGNOSE SORGT FÜR DISKUSSIONSSTOFF

Auf dem Branchentag Windenergie NRW diskutieren Experten über Praxiserfahrungen mit den neuen LAI-Hinweisen zur Berechnung der Schallausbreitung von Windenergieanlagen. Die von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) herausgegebenen Hinweise zur Berechnung der Schallausbreitung von Windenergieanlagen werden innerhalb der Branche seit Monaten heiß diskutiert. Nach den neuen LAI-Hinweisen sollen Schallprognosen bevorzugt mit dem Interimsverfahren statt mit dem bisher angewendeten alternativen Verfahren durchgeführt werden. Was zunächst nach mehr Klarheit aussah, lässt in der praktischen Umsetzung jede Menge Interpretationsspielraum. Ob die aktuellen LAI-Hinweise der Weisheit letzter Schluss sind, wird auf dem diesjährigen Branchentag Windenergie NRW im Rahmen eines eigenen Workshops diskutiert. Der Branchentag Windenergie NRW findet am 12. und 13. Juni 2018 im Van der Valk Airporthotel in Düsseldorf statt. In diversen Messkampagnen hatte die Windtest Grevenbroich GmbH zwischen Sommer 2016 und Frühjahr 2017 das Interimsverfahren überprüft und damit die Anwendbarkeit des Verfahrens nachgewiesen. Über die praktischen Erfahrungen aus den Messkampagnen berichtet Robert Wilsch, Projektmanager in der Schallabteilung bei Windtest Grevenbroich, auf dem Branchentag Windenergie NRW. Sein Fazit: „Das Interimsverfahren berücksichtigt das komplette Frequenzspektrum einer Windenergieanlage unter Ausschluss der Bodendämpfung und wird somit der tatsächlichen Schallausbreitung von modernen Windenergieanlagen besser gerecht.“ Rechtliche Grundlagen Darüber, dass das Interimsverfahren die Schallausbreitung moderner Windenergieanlagen genauer abbildet als das alternative Verfahren, herrscht weitestgehend Einigkeit innerhalb der Branche. Dennoch handhaben die unterschiedlichen Genehmigungsbehörden die konkrete Anwendung sehr uneinheitlich. Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen referieren in Düsseldorf Rechtsanwältin Katharina Fielenbach von den GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB und Dr. Bernd Wust, LL.M. von Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB. Für Verunsicherung sorgt unter anderem die Frage, ob sich auch bereits genehmigte oder gar bereits errichtetet Windenergieanlagen den neuen Berechnungen stellen müssen. „Nach meiner Rechtsauffassung sind die LAI-Hinweise nicht als neuer Stand der Technik, sondern als sogenannte gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt und damit – vereinfacht gesagt – als neue rechtliche Vorgaben einzustufen“, sagt Dr. Wust. „Und rechtliche Vorgaben können nicht rückwirkend eingefordert werden, wonach unserer Meinung nach für bereits genehmigte Projekte keine neuen Nachweise nach der neuen Methodik erbracht werden müssen“, so Dr. Wust. Praxistest Sabine Schulz von der UL international GmbH macht in ihrem Vortrag den Praxistest: Anhand eines konkreten Projektes wendet sie die LAI-Hinweise in den unterschiedlichen Auslegungen diverser Bundesländer an. „Die neuen LAI-Hinweise haben schon einmal für eine Annäherung der einzelnen Bundesländer gesorgt. Unsere Parameterstudie soll zeigen, in welcher Größenordnung die Ergebnisunterschiede zwischen verschiedenen Bundesländern jetzt noch liegen“, sagt Schulz. Und weiter: „Es wäre gut, wenn die nächsten LAI-Hinweise dahingehend konkretisiert werden könnten, dass Interpretationsspielräume weiter geschlossen werden.“ Wie gravierend die Unterschiede in der Praxis aktuell tatsächlich sind, wird nur eine der Erkenntnisse sein, die die Besucher des Branchentag Windenergie NRW mit nach Hause nehmen werden. Weitere Themen der Veranstaltung sind unter anderem die Sektorenkopplung, die Blockchain-Technologie und die Digitalisierung sowie diverse Technologie- und Betriebsführungsthemen. Weitere Informationen finden Sie unter www.nrw-windenergie.de.

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28.05.2018

EXPERTEN SEHEN VOLLWARTUNGSVERTRÄGE VOR DEM ENDE

Keine Frage, Manfred Lührs zählt zu den Urgesteinen der deutschen Windbranche. In der 1980er Jahren gehörte der Maschinenbauingenieur zu dem Kreis der Pioniere, die Windenergieanlagen entwickelten und bauten. Später gründete der Mann aus Dithmarschen ein eigenes Ingenieurbüro und wurde 1997 als bundesweit erster Ingenieur zum Sachverständigen für Windenergieanlagen öffentlich geprüft und vereidigt. Da sich aus seinem Büro die 8.2 Gruppe entwickelte, zu der inzwischen gut zwei Dutzend Ingenieurbüros in Europa gehören, verfügt Lührs über ein gutes Netzwerk, um technische und betriebswirtschaftliche Entwicklungen gut einschätzen zu können. Dass die seit Anfang vergangenen Jahres gültigen Ausschreibungen für die Förderung neuer Windkraftanlagen die Welt der Betreiber kräftig durcheinander gewirbelt haben, steht für ihn außer Frage: „Um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, stehen seitdem alle Ausgaben auf dem Prüfstand. Deshalb geht beim Service und der Wartung der Anlagen die Zeit der Vollwartungsverträge zu Ende, da sie für die Windmüller nicht mehr finanzierbar sind.“ Wer nur noch mit Vergütungen um die fünf Cent pro Kilowattstunde rechnen kann, der werde keine 50 000 bis 80 000 Euro im Jahr für einen Vollwartungsvertrag ausgeben wollen. Lührs Prognose lautet deshalb: „Eine Reihe von Versicherungen, die in den 1990er Jahren gang und gebe waren wie die Maschinenbruch- oder die Betriebsunterbrechungsversicherung werden eine Renaissance erleben.“ Der Windfachmann erwartet zudem „mehr personelles Engagement“ der Windmüller: „Wer von seiner Ausbildung in der Lage ist, wird sicherlich kleine Reparaturen selbst vornehmen.“ Dieser Trend werde sich vor allem bei denen Anlagen verstärken, die ab Anfang 2021 sukzessive aus der finanziellen Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz fallen. Diese Anlagen – vorliegende Studien gehen von mehr als 12 000 bis zum Jahr 2025 – hat auch Stefan Stöcker im Blick. Der Maschinenbauingenieur leitet seit drei Jahren den Vertrieb für Condition-Monitoring-Systeme (CMS) bei der DMT GmbH in Essen: „Bei diesen Altanlagen wird die spannende Frage sein, wie sich das Instandhaltungskonzept anpassen lässt, damit einerseits die Betriebssicherheit gegeben ist, andererseits die Kosten im Rahmen bleiben.“ Das CMS-Systeme, sprich Lösungen, mit denen sich frühzeitig Schäden erkennen lassen, eine wichtige Rolle spielen, ist für ihn eine ausgemachte Sache. „Es wird allerdings keine Standardlösungen geben, sondern überwiegend individuelle“, sagt Stöcker. Für den Weiterbetrieb der Altanlagen empfiehlt er den Betreibern: „Wichtig ist, dass sie bereits heute die notwendige Messetechnik installieren und das Wartungskonzept für die Zeit nach der EEG-Förderung anpassen.“ Noch einen Tipp hat der DMT-Mann: „Für ältere Windenergieanlagen gilt, dass die Bedeutung der Verfügbarkeit sinkt und eine schonender Betrieb wichtiger wird.“ Die neue Devise lautet: „Weniger Lasten, aber dafür sicherer Betrieb über einen möglichst langen Zeitraum.“ Da sei nur möglich mit individuell angepassten CMS-Systemen. Deshalb teilt Stöcker auch eine Einschätzung von 8.2-Experten Lührs: „Die Vollwartungskonzepte, die bisher üblich sind, werden sich wohl ändern und angepasst werden.“ Info: Auf dem 10. Branchentag Windenergie NRW am 12. und 13. Juni in Düsseldorf gibt es einen Workshop mit mehrere Vorträge, vor welchen neuen Herausforderungen die Betreiber von Windenergieanlagen bei den Ausschreibungen stehen.

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25.05.2018

MOBILITÄT - DER SCHLUMMERNDE RIESE DER SEKTORENKOPPLUNG

Der Branchentag Windenergie NRW beleuchtet die Chancen, die die Sektorenkopplung für die Windenergie-Branche bereit hält. Nachdem in den ersten Jahren der Energiewende die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen im Mittelpunkt stand, rückt mehr und mehr die Sektorenkopplung in die allgemeine Wahrnehmung. An erster Stelle denken alle Beteiligten dabei meist an die Kombination von Strom- und Wärmeerzeugung sowie deren Verbrauch. Auf dem Branchentag Windenergie NRW, der am 12. und 13. Juni 2018 im Van der Valk Airporthotel in Düsseldorf stattfindet, wir deutlich, welch riesiges Potential daneben auch die Mobilität im Rahmen der Sektorenkopplung bietet. Technisch Reife erreicht Einen Überblick über die Power-to-X-Projekte in Deutschland gibt Dr. Michael Weber vom Kompetenzzentrum Systemtransformation/Netzwerk Brennstoffzelle Wasserstoff, Elektromobilität der EnergieAgentur.NRW. Seiner Meinung nach ist die Wasserelektrolyse aus technologischer Sicht einsatzreif, wobei der Fokus aktueller Entwicklungen auf Einheitenleistung, Effizienz und Kosten liege. „Kommerziell lohnenswert sind bisher nur ganz wenige Projekte, weil die regulatorischen Rahmenbedingungen nicht stimmen“, gibt er zu bedenken. Aus wirtschaftlicher und Klimaschutz-Sicht langfristig besonders vielversprechende Perspektiven sieht Dr. Weber in der Kopplung von Windstrom und der Erzeugung von Wasserstoff für den Mobilitätssektor, wo mit jeder Einheit Wasserstoff die mit Abstand größte Menge an fossiler Energie vermieden werden könne. Aber auch andere Anwendungen werden im Vortrag gewürdigt. Sein Appell an die Besucher der Branchentags Windenergie NRW und die gesamte Branche: „Befassen Sie sich mit dem Thema und erkennen Sie die Chancen, die in der Sektorenkopplung mit Wasserstoff für den Ausbau der Windenergie liegen!“ In der Umsetzungsphase Ein Unternehmen, das genau das getan hat, ist GP Joule. Timo Bovi stellt in Düsseldorf das von seinem Unternehmen entwickelte Wasserstoff-Mobilitäts-Konzept „WaMoKo“ vor. Im Rahmen dessen will GP Joule insgesamt fünf Elektrolyseure in Nordfriesland errichten. Der gewonnene Wasserstoff soll an ebenfalls zu errichtende Tankstellen geliefert werden. Das Projekt-Konsortium wird außerdem Wasserstoffbusse kaufen und an den Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) leasen. Bovi ist überzeugt von den Chancen, die Wasserstoff gerade im ÖPNV, aber auch bei der Ablösung von Dieselloks im Schienenverkehr, als Treibstoff für Schiffe und für PKW und Lieferfahrzeuge, die auf große Reichweiten angewiesen sind, hat. Gegenüber der Batterietechnologie sieht er deutliche Vorteile in der Reichweite und in der Betankungszeit. Allerdings solle es „keine Debatte nach dem Motto entweder Batterieantrieb oder Brennstoffzelle“ geben. Vielmehr brauche es unbedingt ein „sowohl als auch“. Doch auch Bovi ist der Meinung, dass die Rahmenbedingungen besser sein könnten. Aber: „Darauf warten wir nicht. Wir sind von der Technologie überzeugt und wollen nicht nur reden, sondern handeln“, sagt er. Wirtschaftliche Analyse Eine wirtschaftliche Betrachtung der Wasserstoff-Gestehungskosten nimmt in Düsseldorf Dr. Bernd Pitschak, Managing Director der Hydrogenics GmbH, vor. Sein Fazit: „Wasserstoff kann eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Kraftstoffen sein.“ Dr. Pitschak ist unter anderem deswegen davon überzeugt, dass sich die Brennstoffzellen-Technologie in der Mobilität etablieren wird. Wasserstoff sei als Energieträger extrem vielseitig einsetzbar, wobei er das erste großtechnische Einsatzgebiet des zukunftsträchtigen Energieträgers tatsächlich im Verkehr sieht. Grund genug also, der Wasserstoff-Mobilität neben zahlreichen anderen Themen beim Branchentag Windenergie NRW eine Bühne zu bieten. Weitere Informationen finden Sie unter www.nrw-windenergie.de.

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18.05.2018

MAXIMALE LEISTUNG VON WINDENERGIEANLAGE VS ERTRAGS- UND ERLÖSOPTIMIERUNG

Anlagenhersteller entwickeln ihre Anlagen(-typen) stetig weiter. Häufig stehen dabei immer größere Anlagen (= höhere Nabenhöhe, größere Rotoren, höhere Nennleistung) im Fokus. Diese Form der technologisch getragenen Maximierung des Ertrags gibt aber keine Antwort darauf, inwieweit mit solchen Anlagen eine marktliche Refinanzierung möglich ist, ob also gerade dann Strom erzeugt werden kann, wenn der Börsenpreis möglichst hoch ist – und nicht nur dann, wenn bereits viel Windstrom eingespeist wird und die Preise an der Strombörse auf niedrigem Niveau liegen. Ab 2020 wird aber gerade eine zunehmende oder gar ausschließliche marktliche Refinanzierung die Anforderung sein, die es zu erfüllen gilt und für die jetzt die richtigen Konzepte entwickelt werden müssen. Eine Kurzanalyse der künftigen Erlössituation für Windparkbetreiber stellt daher Stefan Brühl, Leiter des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien im Beratungsunternehmen BET, im Rahmen des Branchentags Windenergie NRW, vor. Wenn jedoch der Erlös der Windparkbetreiber künftig von der zeitlichen Korrelation der Stromerzeugung und dem zu erzielenden Börsenpreis abhängt, wird die Frage des möglichen Erlöses plötzlich mindestens ebenso wichtig wie des möglichen Ertrages einer Anlage. Erlösgutachten könnten dann an die Stelle von Ertragsgutachten treten. Eine Methodik von Erlösgutachten stellt Dr. Heinz-Theo Mengelkamp, Geschäftsführer der anemos Gesellschaft für Umwelttechnologie, vor. Grundlage solcher Gutachten sind Zeitreihen des Ertrags in Kombination mit Strompreisszenarien. Daraus ergibt sich letztlich aber auch eine veränderte Bedeutung von Ertragsverlusten für den Erlös. Diese Veränderungen werden sich natürlich auch auf die Hersteller von Windenergieanlagen und ihre Anlagenphilosophie auswirken. Aus diesem Grund werden im Themenblock „Maximale Leistung von Windenergieanlagen vs. Ertrags- bzw. Erlösmaximierung“ am 16. Juni auch Referenten der Anlagenhersteller Nordex und Senvion die von ihren Unternehmen entwickelten Konzepte vorstellen.

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16.05.2018

ERTRAGSOPTIMIERUNG DURCH ZUKUNFTSORIENTIERTE TECHNISCHE BETRIEBSFÜHRUNG

Betriebsführung erfordert den Blick auf den aktuellen Zustand einer Windenergieanlage ebenso wie eine Prognose seiner zukünftigen Entwicklung und einer Abschätzung der möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen. Ertragsoptimierung ist dabei ein unstrittiges Ziel. Doch wie kann man es erreichen? Zwar gibt es auf dem Markt zahlreiche Angebote zur Steigerung der Performance von Windenergieanlagen – doch vor deren Einsatz sollte die systematische Analyse von Verlusten im Betrieb stehen, denn erst wenn die Anlage richtig rund läuft, macht es Sinn, in Ertragsoptimierung zu investieren. Die Bestimmung von Verlusten im Betrieb ist allerdings keine triviale Aufgabe, weil Verluste oft nicht direkt sichtbar oder quantifizierbar sind. Peter Spengemann, Projektleiter Repowering bei wpd, hat daher eine Liste möglicher Verluste mit einer statistischen Auswertung der Betriebsdaten von insgesamt 4.000 MW, die bei wpd windmanager unter Vertrag sind, abgeglichen. Auf dem Branchentag Windenergie NRW stellt er die Ergebnisse seiner Analyse vor. Dabei räumt er mit einigen verbreiteten Thesen auf, indem er einzelne Verlustannahmen, aber auch mögliche Optimierungen diskutiert. Compliance Monitoring. Betreiber und Betriebsführer von Windkraftanlagen müssen eine neue Vokabel lernen. Mit der Implementierung des NC RfG hält das „Compliance Monitoring“ Einzug in Deutschland. NC RfG steht für Network Codex Requirements for Generators und ist der Teil der europäischen Netzkodizes, in denen die Netzanschlussbestimmungen für Energieerzeugungsanlagen geregelt werden. In reduzierter Form ist „Compliance Monitoring“ bereits in Form der Wiederholungsschutzprüfungen für Windenergieanlagen bekannt, doch die neue Regelung geht darüber hinaus. Welche neuen, zusätzlichen Anforderungen das „Compliance Monitoring“ für die Technische Betriebsführung mit sich bringt und in welchem Verhältnis es zu DGUV V3-Prüfungen und Wiederholungsschutzprüfungen steht – und wie es sich auf die künftige Wirtschaftlichkeit eines Windkraftprojektes auswirkt – darüber berichtet Frederik Kalverkamp, Bereichsleiter Netzintegration dezentraler Erzeugungsanlagen bei der Aachener FGH GmbH, am 13. Juni im Rahmen der Windenergietage NRW.

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07.05.2018

GEMEINSAME AUSSCHREIBUNG VON WINDENERGIE UND PV STELLEN NEUE ANFORDERUNGEN AN PROJEKTIERER

Windenergie an Land und Photovoltaik ergänzen sich in der Charakteristik ihrer Stromerzeugung perfekt. Doch im April 2018 mussten beide Technologien erstmals in einer Ausschreibung gegen einander antreten. Das Ergebnis ist bekannt: Das gesamte Ausschreibungsvolumen von 200 Megawatt wurde Photovoltaik-Projekten zugesprochen. Damit ist klar: Gemeinsame, technologie-neutrale Ausschreibungen, wie sie auch noch im November 2018 und je zwei Mal in den Jahren 2019 und 2020 vorgesehen sind, stellen ganz neue Herausforderungen an Windpark-Projektierer. Ein wesentlicher Unterschied zu den bisherigen Ausschreibungen für Windenergie an Land ist der Wegfall des Referenzertragsmodells. An seine Stelle soll in den Jahren 2019 und 2020 eine Differenzierung zwischen windschwachen und windstarken Standorten durch die Festsetzung regionaler Höchstpreise erfolgen. Die entsprechenden Höchstwertklassen werden auf Basis von Winddaten und aktuellen Kostenanalysen abgeleitet. Die Zuordnung zu diesen Klassen wird auf Basis landkreisspezifischer Windbedingungen vorgenommen. Die Grundlage zur Bestimmung solcher Daten ist der anemos-Windatlas für Deutschland. Wie diese landkreisspezifischen Winddaten aus dem Windatlas abgeleitet und verifiziert werden, erläutert Heinz-Theo Mengelkamp, Geschäftsführer der anemos Gesellschaft für Umweltmeteorologie mbH, im Rahmen des Branchentages Winderergie NRW im Themenblock „Integrationsfähigkeit unterschiedlicher Energiegewinnungstechnologien im Zeichen der Ausschreibungen“ am 12. Juni in Düsseldorf vor. Einen Ansatz, Photovoltaik und Windenergie auch im Rahmen gemeinsamer Ausschreibungen intelligent zu kombinieren und so die Konkurrenzsituation aufzulösen, stellt auf der selben Veranstaltung Dominik Fröhler, Geschäftsführer der renerco plan consult GmbH, vor. Sein Ansatz: Bestehende Windparks um PV-Anlagen erweitern. Dazu wird er anhand von konkreten Fallbeispielen der Frage nachgehen, in wieweit die bestehende elektrische Infrastruktur von Windparks durch eine nachträgliche Erweiterung um einen Solarpark genutzt werden kann. Im Fokus stehen dabei die technische Machbarkeit der gemeinesamen Nutzung der elektrischen Infrastruktur sowie die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik-Anlage.

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15.01.2018

NEUIGKEITEN RUND UM DEN 10. BRANCHENTAG WINDENERGIE NRW

10. Branchentag Windenergie NRW findet am 12./13. Juni 2018 statt. Minister Prof. Andreas Pinkwart übernimmt Schirmherrschaft zum NRW-Industrietreffen der Windenergiebranche Kommunaltag des Branchentags Windenergie NRW fokussiert neuen Windenergieerlass Lorenz Kommunikation verstärkt journalistische Kompetenz Windforce Den ersten runden Geburtstag feiert in diesem Jahr der Branchentag Windenergie NRW. Zum 10. Mal findet das Branchentreffen im wichtigsten Zuliefererland der Windindustrie am 12. und 13. Juni 2018 im Düsseldorfer Van der Valk Airport Hotel statt. 2017 besuchten rd. 500 MitarbeiterInnen aus Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Wind-energie den Branchentag Windenergie. 50 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen. Hier finden Sie die übergeordneten Themenfelder des 10. Branchentags Windenergie NRW, der neben windspezifischen Inhalten auch die Schnittstellen zu Netzen, Speicher und Neuer Mobilität beleuchtet. Minister Prof. Andreas Pinkwart übernimmt Schirmherrschaft zum NRW-Industrietreffen der Windenergiebranche Der langjährigen Tradition seiner VorgängerInnen folgend hat auch Prof. Dr. Andreas Pink-wart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, die Schirmherrschaft über den diesjährigen Branchentag Windenergie übernommen. In seinem Grußwort hebt der Minister die hohe Bedeutung Nordrhein-Westfalens als „Zuliefererland Nummer eins“ für die Onshore- und Offshore- Windindustrie hervor. Der Windenergieaus-bau solle zukunftsfähig und verlässlich unter Akzeptanz der Bevölkerung als wesentlichen Baustein der Energiewende gestaltet und erhalten werden. Gleichzeitig mahnt Pinkwart an, dass sich die Branche weiterentwickeln muss, um wettbe-werbsfähig zu bleiben. Eine große Chance liege dabei in der Digitalisierung. Hier finden Sie das gesamte Grußwort. Kommunaltag des Branchentags Windenergie NRW fokussiert neuen Windenergieerlass Ein Schwerpunkt am zweiten Tag liegt wie in jedem Jahr auf dem Kommunalworkshop, der gemeinsam mit dem EnergieDialog.NRW der EnergieAgentur.NRW am 13. Juni gestaltet wird. Ziel des Kommunalworkshops ist es, Kommunalvertreter, Klimaschutzmanager sowie MitarbeiterInnen von Genehmigungsbehörden und Bau- und Planungsämtern über den aktuellen Stand zu informieren. Inhaltlich werden der neue Windenergie-Erlass NRW, das Interimsverfahren zur Schallprognose sowie die aktuelle Rechtsprechung im Vordergrund stehen. Lorenz Kommunikation verstärkt seine journalistische Kompetenz Zu seinem 20. Geburtstag beschenkt sich die Unternehmens- und Kommunikationsberatung Lorenz Kommunikation quasi selbst. Um den Unternehmensbereich Pressearbeit weiter zu stärken und zukünftig erheblich auzubauen, hat das in Grevenbroich ansässige Unternehmen jetzt eine enge Zusammenarbeit mit den beiden Fachjournalisten Katharina Garus und Dr. Volker Buddensiek vereinbart. Windforce – die Offshore-Tagung im Mai in Bremerhaven Auch in diesem Jahr hat die WAB wieder ein abwechslungsreiches Programm für und mit Entscheidern und Experten der nationalen und internationalen Offshore-Branche zusam-mengestellt. Erfahren Sie in der Eröffnungssequenz, wie unser Energiemix im Jahr 2035 aus-sieht oder besichtigen Sie die Produktionsstätten von Steelwind Nordenham und von Siemens Gamesa in Cuxhaven.

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